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	<title>unfairblümt</title>
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	<description>unfairblümt</description>
	<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 11:14:01 +0000</pubDate>
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		<title>*innenRaum - Vernissage</title>
				
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		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 11:14:01 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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	*innenRaum - Vernissage
	Räume sind durch soziale Interaktionen geprägte Orte, deren Zugang und Nutzung oft ungleich verteilt sind.


Diskriminierung beeinflusst die räumliche Gestaltung und schafft strukturelle Ungerechtigkeiten.


Die Ausstellung *innenRaum thematisiert das Potenzial, durch Safe Spaces und subkulturelle Orte Räume gerechter zu gestalten. Performances, Kunst und Vorträge sollen diese Perspektiven aus queer-feministischer Sicht kritisch beleuchten.Freitag (6.12):
 20 Uhr: Cora Laguna&#38;nbsp; &#38;nbsp;(Live Gesang)
20:45 Uhr: DJ Radikarl&#38;nbsp; &#38;nbsp;
22:00 Uhr: Maus Galactic b2b &#38;nbsp; Samstag (7.12):
16:30 Uhr: Performance Cap kitchen von SOFT Kollektiv 
17:30 Uhr: Lesung + Fragerunde mit Sheeva Seyfi aus dem Buch Sad Hetero Housewives
19:00 Uhr: Alex Fine&#38;nbsp;- Dragshow mit live Gesang + Fragen an einen Drag King
19:45 Uhr: DJ Bebec
21:00 Uhr: DJ FUNKI TASTE
Sonntag (8.12):
16 Uhr: Vortrag Die Städtischen, “Projekt Metamorphose- Tunnelumgestaltung am Ostbahnhof” &#38;nbsp; 
Das Event ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.
WO? &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; KÖSK, Schillerstraße 38, 80336 München
WANN? &#38;nbsp; &#38;nbsp; Vernissage am 06. Dezember, ab 18 Uhr&#38;nbsp;&#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; Ausstellung am 07. und 08. Dezember, jeweils ab 14 Uhr


&#60;img width="1089" height="1544" width_o="1089" height_o="1544" data-src="https://freight.cargo.site/t/original/i/42542047fbf01e6c6e3095daff9bd05043e2bb3d67bcd998afdf2afd5a8e9603/IMG_8229.jpg" data-mid="222810141" border="0"  src="https://freight.cargo.site/w/1000/i/42542047fbf01e6c6e3095daff9bd05043e2bb3d67bcd998afdf2afd5a8e9603/IMG_8229.jpg" /&#62;


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	<item>
		<title>Matriarchat - Ist das Paradies weiblich?</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Matriarchat-Ist-das-Paradies-weiblich</link>

		<pubDate>Tue, 10 Oct 2023 08:22:04 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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		<description>
	Vernissage: Matriarchat - Ist das Paradies weiblich?
	Bei unserem zweiten Event dreht sich alles um das Thema Matriarchat. Ganz der Parole „Smash the Patriarchy“ folgend, möchten wir eintauchen in die Idee eines alternativenGesellschaftsmodells und gemeinsam kritisch und unverblümt hinterfragen. Dazu liefern wir euch mit den kreativen Arbeiten junger FLINTA*-Künstler:innen Impulse rund um das Themaund laden euch bei Livemusik und einem Kaltgetränk zum Austausch ein.

Das Event ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.
WO? &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; Pixel², im Rosental 16, 80331 MünchenWANN? &#38;nbsp; &#38;nbsp; Vernissage am 21. Oktober 16-22 Uhr, 
&#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; &#38;nbsp; Ausstellung am 22. Oktober 13-19 Uhr



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FLINTA* ist eine Abkürzung für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans undagender Personen.


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	<item>
		<title>Stealthing</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Stealthing</link>

		<pubDate>Tue, 23 May 2023 21:25:50 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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		<description>
	Stealthing

Sheeva Seyfi
Lorena Wierschem
	Triggerwarnung: Im folgenden Text werden sexuelle Gewalt und sexueller Missbrauch thematisiert. Solltest du dich bei diesen Themen unwohl fühlen, lies den Text lieber nicht allein oder mache immer wieder Pausen, um dich über das Gelesene mit jemandem auszutauschen.

Was ist Stealthing?
Unter Stealthing versteht man das heimliche Abstreifen des Kondoms vor oder während des Sex, ohne dass die andere Person davon weiß oder damit einverstanden ist. Das Wort leitet sich aus dem englischen „Stealth“, also List oder Heimlichtuerei ab.

Motive für dieses Handeln liegen häufig in einem problematischen Männlichkeitskonzept der Täter, hierbei spielen männliche Dominanz, Kontrolle und Überlegenheit eine Rolle und das Bedürfnis, sich um jeden Preis gegen andere durchsetzen zu wollen. Damit setzen sich Täter gewaltsam über die sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit ihrer Sexualpartner*innen hinweg.

Die Folgen von Stealthing für das Opfer können neben sexuell übertragbaren Krankheiten oder einer ungewollten Schwangerschaft auch psychische Traumata sein. Häufig ist die Reflexion über das Erlebte ein längerer Prozess, da sexuelle Gewalt noch immer mit großer Scham verbunden ist. Dies führt dazu, dass Opfer sich selbst die Schuld geben oder verklären, was wirklich geschehen ist. Zudem neigen Täter häufig dazu, ihre eigene Tat dem Opfer gegenüber als ein ungewolltes Versehen darzustellen, um das Opfer damit über die vorsätzliche Tat in die Irre zu führen.

Dabei handelt es sich bei Stealthing um eine Straftat, die seit der Einführung des „Nein-heißt-Nein“-Grundsatzes im Jahr 2016 als sexueller Übergriff oder als Vergewaltigung unter Strafe steht. Laut diesem muss nicht nur das „Ob“ eines sexuellen Kontakts einvernehmlich sein, sondern auch das „Wie“.

So verurteilte das LG Düsseldorf einen Mann wegen sexuellen Übergriffs zu drei Jahren Haft, nachdem dieser gegenüber seiner Sexualpartnerin nur so getan hatte, als benutze er ein Kondom. Der Bundesgerichtshof, der das Urteil jüngst bestätigte, bewertete insbesondere die Einvernehmlichkeit der konkreten Handlung. Da das Opfer die Verwendung eines Kondoms voraussetzte, schloss das oberste Gericht auch eine Einstufung als Vergewaltigung im konkreten Fall nicht aus.

In vielen Fällen gestaltet sich eine strafrechtliche Verfolgung aber schwierig. Opfer sexueller Gewalt leiden oftmals unter Scham und Trauma, was dazu führt, dass sie die Tat gar nicht erst anzeigen. Doch selbst wenn es zu einer Anzeige kommt, steht meist Aussage gegen Aussage. Dazu kommt eine schwierige Beweislage.

Bist du selbst oder jemand in deinem Umfeld schon einmal Opfer von sexuellen Missbrauch geworden?

Kennst Du jemanden oder bist Du selbst Opfer sexueller Gewalt geworden?
Hier findest du die Nummern des Hilfetelefons des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, welches auf ihrer Website hilfetelefon.de auch Online-Beratungen anbietet:

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800 116 016

Hilfetelefon Gewalt gegen Männer 0800 123 9900


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	<item>
		<title>Endometriose</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Endometriose</link>

		<pubDate>Wed, 24 May 2023 10:18:59 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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		<description>
	Endometriose

Lorena Wierschem
	Was ist Endometriose?
Um Endometriose zu verstehen, muss man zunächst den hormonellen Monatszyklus in seinen Grundzügen nachvollziehen können. Pro Zyklus reift eine Eizelle heran und wird durch den Eisprung freigesetzt, damit sie durch Spermien befruchtet werden kann. Durch die Hormone Östrogen und Progesteron wird die Gebärmutterschleimhaut (sog. Endometrium) aufgebaut.

Üblicherweise wächst die Gebärmutterschleimhaut nur innerhalb der Gebärmutterhöhle, damit sich im Falle einer Schwangerschaft die Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Bleibt eine Befruchtung der Eizelle aus, baut sich die Gebärmutterschleimhaut wieder ab und wird mit der Menstruation ausgeschieden.

Bei Endometriose dagegen siedelt sich Gewebe auch außerhalb der Gebärmutter an. Zum Beispiel an Eileiter, Eierstöcken, Darm oder Blase, seltener sogar außerhalb des Bauchraums, Wie zum Beispiel an der Lunge, Leber oder anderen Organen. Diese sog. Endometrioseherde folgen wie die Gebärmutterschleimhaut dem hormonellen Zyklus und durchlaufen ebenso eine Blutungsphase. Anders als das Gewebe aus der Gebärmutter, kann das Blut aus den Endometrioseherden jedoch nicht durch die Vagina abfließen und sammelt sich so im Körper. Dadurch entstehen Entzündungen mit Blut gefüllte Zysten (sog. Schokozysten) und Verwachsungen.


Wer ist betroffen?
Verlässliche Zahlen zum prozentualen Verbreitungsgrad der Krankheit, gibt es kaum. Es wird vermutet, dass jeder 10. Mensch mit Uterus im Alter von 20-40 Jahren an Endometriose erkrankt. In Deutschland werden jährlich etwa 44.000 neue Diagnosen gestellt. Grundsätzlich kann jeder Mensch mit Uterus, sobald er oder sie das erste Mal menstruiert, betroffen sein.


Wie äußern sich die Symptome von Endometriose?
Die meisten Betroffenen leiden unter starken Menstruationsschmerzen, Schmerzen beim Sex und Urinieren. Außerdem kann Endometriose zu verminderter Fruchtbarkeit führen, z.B. wenn Endometrioseherde sich am Eierstock bilden und den Eisprung behindern. Etwa in 50% der Fälle von Unfruchtbarkeit ist Endometriose nachweisbar.&#38;nbsp;Durch die große Bandbreite an Symptomen und weil die Endometrioseherde bei der gynäkologischen Untersuchung nicht immer durch Abtasten festgestellt werden kann, ist Endometriose sehr schwierig zu diagnostizieren. Liegt ein entsprechendes Beschwerdebild vor, kann unter anderem eine Ultraschalluntersuchung oder Bauchspiegelung Gewissheit bringen.

Oft tritt neben die körperlichen Beschwerden auch eine psychische Belastung, die mit der meist sehr späten oder sogar ausbleibenden Diagnose zusammenhängen, welche Betroffene lange im Ungewissen lässt. Das liegt auch daran, dass Menstruationsschmerzen nach wie vor ein Tabuthema sind oder von Ärzt*innen und Mitmenschen als normal eingeschätzt werden.

Obwohl die Dunkelziffer der Betroffenen vermutlich viel höher ist, als bekannte Zahlen, sind die Ursachen der Endometriose unerforscht. Das hat auch die Politik erkannt und im Herbst 2022 beschlossen mit mehreren Millionen Euro die Endometrioseforschung zu fördern.


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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Gendersensible Medizin</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Gendersensible-Medizin</link>

		<pubDate>Wed, 24 May 2023 10:18:11 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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		<description>
	Gendersensible Medizin

Lorena Wierschem
	Dass unser biologisches Geschlecht eine Rolle für unsere Gesundheit spielt, wissen Mediziner:innen schon lange. Männer haben eine geringere Lebenserwartung als Frauen. Frauen dagegen einen höheren Fettanteil und weniger Muskelmasse als Männer sowie kleinere Organe, eine Gebärmutter, andere Sexualhormone und einen anderen Stoffwechsel.&#38;nbsp;Das alles führt dazu, dass Männer und Frauen unterschiedlich erkranken, genesen und auf Medikamente reagieren.

Die Gender Medizin oder auch gendersensible Medizin macht auf diese Unterschiede zwischen Frau und Mann aufmerksam und berücksichtigt das biologische Geschlecht in medizinischer Forschung und Behandlung. In ganz Deutschland gibt es bislang nur ein Institut für Geschlechterforschung an der Berliner Charité.


Der Gender Data Gap
Forschung und Lehre orientieren sich seit jeher nahezu ausschließlich am männlichen Körper. Oder vielmehr gibt es in der Medizin eine „Norm“, die viele männliche Züge trägt. Das fehlende Verständnis für eine medizinische Differenzierung aufgrund des Geschlechts führt dazu, dass es wissenschaftlichen Studien oft nicht zu entnehmen ist, ob sie zwischen weiblichen und männlichen Zellen unterscheiden.

Lange Zeit wurden Frauen bewusst aus Studien ausgeschlossen, da ihre hormonellen Schwankungen die Ergebnisse beeinflussen würden und Nebenwirkungen besonders gefährlich für Schwangerschaften sein können. Stattdessen wurden die Ergebnisse der Studien einfach auf Frauen übertragen. Erst seit den 1990ern treten Frauen wieder vermehrt als Studienprobandinnen an. Durch diese Entwicklungen ist ein Defizit von wissenschaftlichen Daten in der Medizin entstanden, das so schnell nicht geschlossen werden kann – der sogenannte Gender Data Gap.&#38;nbsp;Also viel mehr evidente Daten und Belege für die medizinische Behandlung von Männern als von Frauen.

Dabei kann eine gendersensible Diagnostik Leben retten. Ein oft genanntes Beispiel ist etwa der Herzinfarkt, eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland: Hier haben Männer und Frauen stark auseinanderfallende Symptome. Männer klagen häufiger über Schmerzen in der Brust und im rechten Arm, während Frauen häufiger unter Schmerzen zwischen den Schulterblättern, Hals und Nacken, Schwindel und Übelkeit leiden.&#38;nbsp;Diese Unterschiede führen bei betroffenen Frauen zu Fehldiagnosen und falscher oder fehlender Behandlung.&#38;nbsp;Auch bei einer Coviderkrankung lassen sich Unterschiede feststellen: Studien kommen zu dem Schluss, dass Männer häufiger einen schweren Krankheitsverlauf erleiden und mehr Männer an Covid sterben, während mehr Frauen Long Covid Symptome entwickeln.


Frauen haben mehr Nebenwirkungen bei Medikamenteneinnahme
Der Gender Data Gap in der Medizin führt dazu, dass Männer und Frauen in der Praxis bei derselben Diagnostik auch dieselbe Menge an Medikamenten erhalten. Und das, obwohl Studien belegen, dass auch Medikamente bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken und die Dosierungen für Frauen häufig zu stark ist.&#38;nbsp;Das kann neben Gewicht und Körperfettanteil auch Hormonhaushalt und Enzymen liegen, die Medikamente anders abbauen.

Ein Grund für die geringe Zahl an Medikamentenstudien unter Einbezug von Frauen ist der sogenannte Contergan-Skandal. In den 1960ern wurden dabei vermehrt Kinder mit Fehlbildungen an Armen und Beinen geboren, ausgelöst durch die Einnahme von dem scheinbar harmlosen Schlafmittel Contergan während der Schwangerschaft. Daraufhin scheuten sich Pharmahersteller:innen Frauen in medizinische Studien aufzunehmen.

Seit den 1990ern ist es häufig so, dass in Phase I der Medikamententestung in der Regel nur Männer teilnehmen und Frauen erst in späteren Phasen und unter engen Kriterien miteinbezogen werden. Das hat den Hintergrund, dass der Einfluss auf die Fruchtbarkeit durch ein Medikament bei Frauen mit ihren limitierten Zahl an Eizellen weitreichender sein kann als bei Männern, die stets neue Spermien produzieren. Außerdem hofft man so die Auswirkungen von hormonellen Schwankungen durch den weiblichen Zyklus besser differenziert zu können.


Geschlechterspezifische Krankheiten
Wie ungleich die Medizin Frauen und Männer behandelt, erkennt man auch daran, wie geschlechterspezifische Krankheiten behandelt werden. Sie sind zum Beispiel weniger gut erforscht oder in der breiten Öffentlichkeit weniger geläufig wie zum Beispiel Endometriose (Gewebe, dass Zysten und Entzündungen häufig an der Gebärmutter entstehen lässt) oder Fatigue (chronisches Müdigkeitssyndrom).

Eine chronische Übertherapie von Frauen im Bereich Psychotherapie, was mit dem Stigma der hysterischen Frau und dem Ursprung der Hysterie nach Freud zu tun hat.

Oder wie es zahlreiche Anti-Baby-Pillen, trotz zahlreicher Nebenwirkungen an die Frau schaffen, während vergleichbare Verhütungsmittel für Männer wegen ihrer Vielzahl an Nebenwirkungen keine Zulassung erhalten.

Gesundheit und Rollenbilder
Übrigens hat nicht nur das biologische Geschlecht einen Einfluss auf unsere Gesundheit. Auch unsere Genderidentität, also unser soziologisches Geschlecht und die damit verbundenen Rollenbilder beeinflussen, wie gesund wir sind. So warten Frauen länger auf einen Arzttermin, während vor allem junge Männer häufig gar nicht erst eine Arztpraxis aufsuchen. Sind sie erst einmal in Behandlung, erzählen Frauen ausführlicher unter welchen Symptomen sie leiden.

Gesellschaftliche Rollenbilder führen auch häufiger dazu, dass bei der Diagnostik von Frauen in Behandlung eher vermutet wird, dass sie unter psychosomatische Schmerzen leiden, als bei Männern.

Zuletzt haben auch diese Rollenbilder einen Einfluss darauf, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer. Sie pflegen häufiger einen ungesunden Lebensstil, ernähren sich ungesünder, verrichten mehr körperliche Arbeit und sind risikobereiter, etwa im Straßenverkehr.

Einige Studien legen nahe, dass männliche Hormone wie etwa Testosteron das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Eine Studie an koreanischen Eunuchen untersuchte, dass die Teilnehmer infolge ihrer Kastration als Kind und der dadurch gestoppten Produktion von männlichen Hormonen 14 bis 19 Jahre länger leben als andere Männer mit vergleichbaren sozioökologischen Status. In Industriestaaten gleicht sich die Sterblichkeit von Männern und Frauen jedoch durch die sich annähernden Lebensbedingungen immer weiter an.

 
Gender Medizin für mehr Gleichberechtigung
Von einem gendersensiblen Ansatz in der Medizin würden beide biologischen Geschlechtern in der Praxis profitieren, glauben Verfechter. Deshalb regiert auch die Politik: eine neue EU-Richtlinie sieht vor, dass die Geschlechterverteilung in klinischen Studien sich nach der zu behandelnden Subgruppe in der Bevölkerung richten muss. Das soll dazu führen, dass Medikamente für Frauen vor allem an Frauen getestet werden.

Außerdem gibt es längst Bestrebungen von Ärzteverbänden und Expert:innen die Approbationsordnung für das Medizinstudium anzupassen und so für mehr Gendersensibilität in der Ausbildung zu sorgen. Das führte so weit, dass die Ampelkoalition eine Reform der Approbationsordnung sogar in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat: "Die Gendermedizin wird Teil des Medizinstudiums, der Aus-, Fort- und Weiterbildungen der Gesundheitsberufe werden."


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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Scham - eine queerfeministische Betrachtungsweise</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Scham-eine-queerfeministische-Betrachtungsweise</link>

		<pubDate>Tue, 10 Oct 2023 08:35:50 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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	Vernissage: Scham - eine
queerfeministische Betrachtungsweise&#38;nbsp;
	Was als digitales queerfeministisches Projekt unter Freundinnen während der Coronapandemie begann, wird bei unserem ersten Event endlich auch außerhalb des Internets stattfinden. Dabei liefern wir euch mit den Arbeiten junger Künstlerinnen Impulse rund um das Thema Scham – und wie es FLINTA* Personen im Alltag begegnet. Besonders freuen wir uns darüber in Echtzeit und vollkommen schamlos mit euch über „Tabuthemen“, wie Periode, Outing oder Slutshaming zu diskutieren. Wir laden jede und jeden ein, gemeinsam mit uns neugierig und unverblümt zu hinterfragen.

 
Das Event ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.

WO? Im Im Pixel² im Rosental 16, 80331 München

WANN? Am 01. Und 02. Oktober von 16-22 Uhr


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FLINTA* ist eine Abkürzung für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Incel</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Incel-2</link>

		<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 15:02:44 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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		<description>Incel
Lisann LechtermannDer Begriff Incel setzt sich aus den beiden Wörtern „involuntary" und "celibates“ zusammen und kann mit unfreiwillig zölibatär, also sexuell enthaltsam, übersetzt werden. Anhänger sind oft junge Männer, die keinen Erfolg bei Frauen, und daher auch keinen Sex haben. Ihr Art der Weltanschauung lässt sich der sogenannten „Manosphere“ zuordnen. Viele von ihnen suchen Gleichgesinnte im Internet und tauschen sich in Internetforen wie beispielsweise 4chan oder incels.co aus. Hier propagieren sie Frauenfeindlichkeit in Verbindung mit Gewaltfantasien. Immer öfters wird die Szene auch mit Amokläufen und Anschlägen in Verbindung gebracht. Die Gründe für ihr Leid begreifen sie als außerhalb ihrer Macht. Schuld seien die oberflächigen Frauen, die nur die attraktivsten Männer der Gesellschaft auswählen und nur mit diesen attraktiven „alphas“, wie die Szene sie nennt, Sex haben. Diese Männer schwimmen also in Selbstmitleid, da sie einem vermeintlichen Idealbild nicht entsprechen. Durch das negative Selbstbild entwickeln viele Depressionen, Angststörungen und sogar Suizid Gedanken. Auf der anderen Seite kompensieren sie dieses Gefühl durch ein Gefühl von Größenwahnsinnigkeit und Zusammengehörigkeit in der Community und hegen die Ideologie, sie hätten ein Anrecht auf Sex mit Frauen. Manche schlagen als Lösung sogar eine staatliche Zuteilung von Frauen vor. Paradoxerweise werden Frauen also gleichzeitig missachtet und begehrt.Auch in der Incel-ideologie gibt es Aspekte die sich widersprechen. Viele Incel mit Migrationshintergründen beispielsweise, empfinden, dass sie mit dem weißen Mann, dem „arischen Typ“ den Frauen bevorzugen würden, nicht mithalten können. Auf der anderen Seite gibt es sämtliche Annahmen dazu, dass der Frauenhass der Incel oft der Start in ein rechtsradikales Denken sein kann. Der Hass von einigen Incel richtet sich in vielen Foren nicht nur gegen Frauen, sondern auch gegen Juden und People of Colour.Eine Idee zum Gegenwirken könnte es sein schon frühzeitig mit Bildung entgegenzuwirken, wie die Organisation Pinkstinks es an Schulen macht. Sie treten regelmäßig mit einem Theaterstück in Grundschulen auf mit der Thematik „die Belastung ein richtiger Junge sein zu müssen“. Noch mehr von dieser Aufklärung und Thematisierung von Gefühlen die sich schon bei Jungs im jungen Alter entwickeln können ist enorm wichtig. Des Weiteren muss die Politik mit Maßnahmen reagieren, beispielsweise einem Taskforce in der Bundesregierung, und die entsprechenden Foren müssen kontinuierlich beobachtet und gelöscht werden, mit dem Hintergedanken, dass das teilen dieser Ideologien in den Foren zu einer enormen, dringlichen Gefahr werden kann, sowohl für die an die sich der Hass richtet, als auch für die Incel selbst.

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	</item>
		
		
	<item>
		<title>Gendersensibel betrachtet: Krisen, Konflikte und Friedenssicherung </title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Gendersensibel-betrachtet-Krisen-Konflikte-und-Friedenssicherung-1</link>

		<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 15:02:44 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

		<guid isPermaLink="true">https://xn--unfairblmt-heb.de/Gendersensibel-betrachtet-Krisen-Konflikte-und-Friedenssicherung-1</guid>

		<description>Gendersensibel betrachtet: Krisen, Konflikte und Friedenssicherung 
Isabelle SundermannEs ist quasi ein altbekannter Automatismus, ein wiederkehrender Reflex, wenn die Rechte von Frauen und anderen marginalisierten Personen in Krisen, Konflikten und Kriegen um ihre Fortgeltung bangen müssen. So ist seit der Coronapandemie global eine besorgniserregende Zunahme an häuslicher Gewalt zu verzeichnen, durch die Eroberung der Taliban ist die Daseinsberechtigung der Rechte von Afghaninnen gänzlich in Frage gestellt worden und die Auswirkungen des Klimawandels treffen schon jetzt diejenigen, die am wenigsten zu dessen Entstehung beigetragen haben. Auch die jüngste militärische Aggression Russlands auf die Ukraine stellt die Bestandskraft der menschenrechtlichen und demokratischen Garantien der Bürger*innen, insbesondere von Frauen, Geflüchteten, ethnischen Minderheiten, queeren, nicht-binären und behinderten Menschen, auf eine harte Probe. Menschenrechtsorganisationen weltweit schauen angespannt auf die Situation, die schon jetzt die Schwelle von einer reinen Gefährdung zur tatsächlichen Schmälerung von fundamentalen Rechten aller Betroffenen übertreten hat.Auswirkungen von Konfliktsituationen auf FrauenrechteExtreme Notsituationen, wie etwa Krieg oder Konflikte und Krisen anderer Art, sind stets für alle Betroffenen höchst traumatisch und gefährlich. Dennoch bedingen die verschiedenen Lebenssituationen und Realitäten von Personen unterschiedlichen Geschlechts, Herkunft, sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität jeweils andere Ausprägung und Auswirkungen der Notsituation auf die einzelnen Personen. Wer wir sind und über welche Eigenschaften wir verfügen entscheidet letztlich darüber, welche Folgen der Konflikt- bzw. Krisensituation für uns akuter sind. Einhellig ist dies an den geschlechterspezifischen Effekten von bewaffneten Konflikten zu beobachten.Neben der allgemeinen (para-)militärischen Gewalt und Gefahr sind Frauen und weiblich gelesene Personen zusätzlich sexualisierter Gewalt, Menschenhandel und Zwangsprostitution ausgeliefert. Diese droht sowohl von den gegnerischen Kombattant*innen als auch von Mitbetroffenen des umkämpften Heimatlandes. Fast ausschließlich sind die Täter*innen dabei männlich. Nicht selten wird systematische Vergewaltigung an Frauen auch als strategisches Kriegs- oder Terrorismusmittel eingesetzt. Ziel ist es dabei, Frauen systematisch zu demütigen und herabzuwürdigen, um so das bestehende soziale Gefüge anzugreifen und aufzuspalten. Um die besondere Gefahr, die durch geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen in internationalen Konflikten ausgeht anzuerkennen, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen daher im Jahr 2008 in einer Resolution anerkannt, dass alle Formen der sexualisierten Gewalt den Straftatbestände des Verbrechens gegen die Menschlichkeit, des Kriegsverbrechens oder sogar auch Völkermord erfüllen können.Daneben birgt auch der Fluchtweg und das Aufnahmeland Gefahren, da es Personen gibt, die die hilflose Lage von Geflüchteten, insbesondere von Frauen und Kindern ausnutzen wollen. Schon jetzt häufen sich im Zuge der Fluchtbewegung aus der Ukraine in andere europäische Länder, u.a. Deutschland, wegen der jüngsten Invasion Russlands Berichte über unseriöse Angebote von Männern für Schlafgelegenheiten und Unterkünfte. Dazu gehört auch, dass geflüchtete Frauen und junge Mädchen vermehrt fetischisiert werden. So sind die Schlagwörter „Ukrainian Porn“, „Ukrainian Women“ und „Refugee Porn“ bzw. „War Porn“ laut StopFisha die derzeit meist eingegebenen Suchbegriffe auf dem Internetanbieter Pornhub.Schließlich führt eine Beendigung der Konflikt- bzw. Krisensituation nicht auch automatisch zur Einstellung der sexualisierten und häuslichen Gewalt gegen Frauen. Oft überdauert die gesteigerte Bereitschaft zur Gewalt gegen Frauen den eigentlichen akuten Konflikt und ist nur langsam rückläufig. Grund hierfür sind etwa Traumata der Täter*innen, insbesondere von zurückgekehrten Kombatant*innen und die allgemeine gesteigerte Akzeptanz gegenüber Gewaltausübungen.Was sind die Gründe dafür?Die geschlechterspezifischen Auswirkungen von Konflikt- und Krisensituationen sind letztlich auf die verinnerlichten, patriarchalen Denkmuster und Werte sowie auf nach wie vor vorherrschende gesellschaftliche und traditionelle Stereotypen zurückzuführen. Insbesondere die klassischerweise zugeschriebenen Rollen der binären Geschlechter werden in Kriegs- und Konfliktsituationen stark aufgelebt: Frauen werden als schwach und schutzlos angesehen, wodurch sie in eine Opferrolle gedrängt werden. Von Männern wird dagegen Stärke, Dominanz und Kampfbereitschaft erwartet. Hierunter leiden all diejenigen, die diesem stereotypischen, an hegemonialer, toxischer Männlichkeit orientiertem Gesellschaftsbild nicht entsprechen (wollen).Die Konfrontation mit dem Extremen und dem zumeist Unerwartetem ruft zudem eine Steigerung bereits bestehender Ungleichheiten hervor. Wer schon vor der Konflikt- oder Krisensituation allgemein und strukturell benachteiligt war, muss also um eine Verschärfung dieser Benachteiligung fürchten. Dies kann auch im aktuellen Krieg in der Ukraine beobachtet werden: Rassismus seitens anderer ukrainischer Geflüchteter oder Grenzbeamter hinderte etwa schwarze Menschen daran, mittels organisierten Fluchttransporten das Land zu verlassen. Auch Transfrauen wurde die Flucht aus der Ukraine verwehrt, da ihre geschlechtliche Identitäten als Frauen durch die Behörden nicht anerkannt werden und sie somit aufgrund ihres bei der Geburt zugeschriebenem männlichen, biologischen Geschlechts unter die ukrainische Wehrpflicht fallen. Das Vorliegen mehrfacher Diskriminierungsmerkmale (= Intersektionalität) steigert zudem auch und gerade in Konflikten und Krisen die Gefahr struktureller Benachteiligung.Frauen in Friedenssicherung und KonfliktbewältigungDie strukturelle Benachteiligung von Frauen und die vorherrschenden patriarchalen Denkmuster begrenzen Frauen auf eine Opferrolle und hindern diese effektiv an Konfliktbewältigungen, Friedensverhandlungen und Friedensprävention auf Entscheidungsebene teilzunehmen. Dabei ist der Zusammenhang zwischen der aktiven Beteiligung von Frauen und der Resilienz von Friedensübereinkünften und -maßnahmen längst bewiesen. Dies liegt nicht etwa daran, dass Frauen von Natur aus Friedensmissionarinnen wären, während Männer naturgegeben aggressiv und kampffreudig sind. Vielmehr ist dies ein Produkt der Art und Weise, wie die verschiedenen Geschlechter sozialisiert werden und welche Erwartungen an ihre Geschlechterrolle in unseren Gesellschaften gestellt werden. In Anerkenntnis der positiven Wirkung der Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen und Sicherheitspolitik wurde auch die „Frauen, Frieden und Sicherheit“ Resolution der Vereinten Nationen verabschiedet, die sich für eine angemessene Beteiligung von Frauen und die Berücksichtigung der geschlechterspezifischen Bedürfnisse ausspricht.Auf diesem Gedanken beruht auch der Ansatz der feministischen Außenpolitik, zu dem sich die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag im November 2021 bekannt hat. Feministische Außenpolitik integriert eine Geschlechtersichtweise, sie analysiert also die verschiedenen Auswirkungen von Außen- und Sicherheitspolitik geschlechterspezifisch und setzt sich verstärkt für die bislang vernachlässigten Bedürfnisse von Frauen und Geschlechter jenseits der binären Kategorien ein. Ihr liegt damit auch ein humanistischer, individualisierter Ausgangspunkt zugrunde. Das Mittel: Die allgemeine Förderung der Menschenrechte und die Diversifizierung der Außenpolitik, etwa personell durch die Besetzung von Ämtern durch Frauen und marginalisierte Personen, sowie auch inhaltlich in Hinsicht auf die Agenda von internationalen Verhandlungen und Beziehungen. Immer mit dem Ziel die Widerstandskraft und Beständigkeit des Friedens zu sichern.


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		<title>Künstliche Intelligenz und Patriarchat</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Kunstliche-Intelligenz-und-Patriarchat</link>

		<pubDate>Wed, 24 May 2023 10:16:02 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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	Künstliche Intelligenz und Patriarchat

Clara Hohmann
	Was ist KI?
Künstliche Intelligenz (KI) wird gemeinhin als Sammelbegriff für verschiedene existierende als auch Science-Fiction entsprungenen Technologien genutzt. Eine Eingrenzung des Begriffs auf Basis seiner technischen Funktionalität versucht&#38;nbsp; das AI Institute NYU und definiert KI als Forschungs- und Anwendungsgebiet von automatisierten Algorithmen, die auf Grundlage von Datensätzen Entscheidungen treffen.&#38;nbsp; 

Alle künstlichen Intelligenzen haben demnach gemeinsam, dass unabhängig ihres Grads an Komplexität ihr Wissen immer auf der algorithmischen Auswertung von Trainingsdaten beruht. Das bedeutet,&#38;nbsp; Ungerechtigkeiten in Trainingsdaten werden in selbigem Ausmaß in das künstliche Wissen übernommen.&#38;nbsp; 

Wie kann KI diskriminieren?
 Trainiert man beispielsweise einen Algorithmus zum Auswerten von Bewerbungen an realen Jobinterviews, lernt er bei inhaltlicher Gleichwertigkeit männliche Bewerber zu bevorzugen. Um Diskriminierung und patriarchalische Strukturen nicht digital fortzuführen, muss daher ein Wertekatalog bereits in der Entwicklung mitgedacht werden.

Das bedeutet jedoch nicht, die freien Gestaltungsmöglichkeiten eines Algorithmus per se nur einzuschränken. Im Gegenteil, es ergibt sich hier die Möglichkeit, in – für digitale Entwicklungen typisch – rasanter Geschwindigkeit, starren Gesellschaftsstrukturen und reaktionären Gender-Konstrukten aktiv entgegenzuwirken und KI als Werkzeug feministischer Interventionen zu nutzen.&#38;nbsp; 

Zu diskutieren bleibt, nach wessen Kriterien eine gerechte und diverse Entwicklung definiert werden sollte. Sicherlich jedoch nicht, an denen der aktuellen Entscheidungsträger: den zu 91% männlich geführten Technologie-Unternehmen des Silicon Valley.


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		<title>Femizide</title>
				
		<link>https://xn--unfairblmt-heb.de/Femizide-1</link>

		<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 15:02:45 +0000</pubDate>

		<dc:creator>unfairblümt</dc:creator>

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		<description>Femizide

Lorena Wierschem
Triggerwarnung: Der folgende Beitrag thematisiert sexualisierte Gewalt und ihre Folgen und kann auf Betroffene belastend und retraumatisierend sein. Falls du dich mit diesen Themen unwohl fühlen, verzichte auf das Lesen oder lies den Beitrag im Beisein einer anderen Person.Unterhalb des Textes findest du einige Hilfsangebote, falls du selbst häusliche oder sexualisierte Gewalt erfahren hast, oder jemanden kennst, der Hilfe braucht.Was ist ein Femizid?Der Begriff „Femizid“ stammt vom englischen Wort „Femicide“ ab und wurde 1976 von der Soziologin Diane Russell im Rahmen des „International Tribunal on Crimes against Women“ geprägt. Er bezeichnet die vorsätzliche Tötung von Frauen, weil sie Frauen sind.Rusell selbst unterschied dabei zwischen den „mysogynist killings“, d.h. Tötungen aus Frauenhass und Verachtung und den Tötungen an Frauen, weil diese nicht den patriarchalischen Rollenvorstellungen entsprechen und sich der männlichen Kontrolle entziehen.Täter sind besonders häufig die männlichen Partner/Expartner der Frauen - Femizide können aber auch die Tötung von Frauen und Mädchen durch Familienmitglieder beschreiben.Bei Beziehungstaten haben Männer das Frauenbild einer schwachen und untergeordneten Partnerin verinnerlicht und wähnen sich oft in dem Glauben, dass die Frau ihnen gehöre. Durchbricht ihre Partnerin diese Hierarchieverhältnisse, indem sie z.B. die Beziehung beendet, erfährt der Mann einen Machtverlust und erkennt Gewalt als einzigen Ausweg. Einen Tätertypus gibt es dabei nicht, die Täter kommen aus allen Schichten.So viele Femizide geschehen jährlich in DeutschlandFemizide sind ein globales Problem. Auch in Deutschland lebt eine Frau, die ihren Partner verlässt, gefährlich. Jeden Tag versucht ein Mann hierzulande seine Partnerin oder Expartnerin umzubringen und jeden dritten Tag ist eine solche Tat erfolgreich. Erst seit 2015 wertet das BKA im Rahmen der Partnerschaftsgewalt die Zahlen von Femiziden statistisch aus. Während andere Gewaltdelikte sich verringern, ist die Zahl von Femiziden stets gleichbleibend alarmierend hoch.Im Jahr 2018 waren es nach Angaben der polizeilichen Kriminalitätsstatistik 122 Frauen, die durch ihren (Ex-)Partner getötet wurden, 2019 117 Frauen und im Jahr 2020 139 Frauen.Häusliche und sexualisierte Gewalt im Zuge der Corona PandemieFür den Anstieg im Jahr 2020 wird auch die Coronapandemie verantwortlich gemacht, die begünstigt, dass Gewalt gegenüber Frauen im Verborgenen bleibt. Blickt man auf die Zahlen des BKAs, lässt sich insbesondere in den ersten Monaten des ersten Lockdowns (März bis Mai 2020) im Zuge der Corona Pandemie einen statistischen Anstieg gemeldeter Fälle von häuslicher Gewalt erkennen. So war die Zahl der Fälle mit Tatzeit im April 2020 um 2,9% und im Mai 2020 um 3,7% höher als im selben Monat des Vorjahres. In dem Bericht heißt es, dass auch in Monaten, in denen es keinen statistischen Anstieg der Fälle gäbe, zu vermuten sei, dass die Situation während der Pandemie das Anzeigeverhalten von Opfern und die Entdeckungsmöglichkeiten durch Dritte beeinflusst hat, sodass von einer weit höheren Dunkelziffer ausgegangen werden dürfe.Was tun?Um Femizide zu verhindern, ist Präventionsarbeit gefragt. Dabei ist elementar allgemein Gewalt gegenüber Frauen zu verringern. Durch Aufklärung darüber, wo Gewalt anfängt. Dass sie vor allem im Privaten geschieht und deshalb auch zwischen liebenden Partner:innen und Familienangehörigen. Konkret müssen bereits Kinder und Jugendliche darüber aufgeklärt werden, was erlaubt ist und was nicht. Wo die Grenzen von Körperverletzung, sexuellen Übergriffen und Nötigungen sowie Vergewaltigung, Bedrohung und Stalking liegen. Lehrkräfte müssen für das Thema sensibilisiert werden, aber auch Justiz und Medien.Viel zu oft werden in Zeitungsartikel wie teilweise auch in Gerichtsprozessen von „Morden aus Leidenschaft“ oder „Familiendramen“ gesprochen, obwohl Femiziden oft jahrelange Gewalt vorangeht. Täter werden durch den sozialen Kontext der Tötungen von der Rechtsprechung nur wegen Totschlag verurteilt. Viele Aktivist:innen fordern deshalb ein härteres strafrechtliches Vorgehen. Um alle Frauen gleichermaßen zu schützen, ist auch die Stärkung von LQBTIQ+ Rechten elementar, damit Betroffene an sicheren Orten nicht auch noch zusätzlich diskriminiert werden.Einer der wichtigsten Faktoren im Kampf gegen Gewalt an Frauen ist jedoch ein ausgeprägtes Hilfsangebot für Betroffene. Oft ist die finanzielle Abhängigkeit ein Grund, weshalb Frauen sich nicht aus ihren Beziehungen lösen können. Somit ist es elementar ausreichend Plätze in Frauenhäusern bereitzustellen und Betroffenen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Weiter sind ausreichend Therapieangebote notwendig – auf Opfer wie auf Täterseite.Bist du Opfer häuslicher Gewalt oder kennst du jemanden, der vielleicht Hilfe brauchen könnte? Im Folgenden haben wir einige Hilfsangebote zusammengetragen:Gewalt gegen Frauen (bundesweites Hilfstelefon 24 Stunden am Tag besetzt; anonym und kostenfrei)Tel. 08000 116 016www.Hilfetelefon.deHilfetelefon Sexueller Missbrauch (anonym und kostenfrei) Tel. 0800 22 55 530www.hilfeportal-missbrauch.deWeißer Ring (anonym und kostenfrei, 7 Tage die Woche 7-22 Uhr) Tel. 116 006Cora – Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt Tel. 0381 401 02 29www.cora-mv.deFrauenhauskoordinierung e.V. (bietet eine Übersicht über freie Plätze in Frauenhäusern und Schutzwohnungen) www.frauenhauskoordinierung.de︎︎︎︎︎︎




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